Interessanter Hockey Talk im Januar

Moderiert wurde die Runde vor etwa 35 Fans von Team-Manager Robin Kohl.

Roos beantwortete zunächst die bereits eingereichten Fragen zur wirtschaftlichen Situation und zur Zuschauerentwicklung: „Im Sponsorenbereich haben wir eine positive Entwicklung. Sportlich sind wir nicht mehr Letzter, sondern Zehnter. Wir haben mit einem Plus von 700 Zuschauern im Schnitt pro Heimspiel eine gute Entwicklung, zufrieden sind wir da aber nie. Wir hatten vor der Saison mit Mehreinnahmen von 200.000 Euro auf dem Zuschauersektor kalkuliert und haben nach 17 von 26 Heimspielen bereits die Einnahmen der vergangenen Saison generiert.“ Durch diese Mehreinnahmen steht aber automatisch nicht mehr Geld für das spielende Personal zur Verfügung: „Durch diese Einnahmen wird die Summe geringer, die die Gesellschafter zum Etat zuschießen müssen. Ich weise daraufhin, dass ohne das große Engagement der Gesellschafter in Krefeld kein DEL-Eishockey möglich wäre.“

Neugierig waren die Fans natürlich wie es mit weiteren Vertragsverlängerungen aussieht. Hierzu sagte der Sportdirektor: „Neben dem Arbeitspapier von Chad Costello haben wir schon einige Verträge verlängert, was wir aber, wie in der Branche üblich, noch nicht bekanntgegeben haben. Mit Jacob Berglund sind wir im Austausch, es wird aber schwer ihn zu halten. Innerhalb der DEL wird er wohl nicht wechseln. Jacob denkt aber über einen Wechsel in seine Heimat Schweden oder in die Schweiz nach. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass er bleibt“.

Als dann Trainer Reid über seine Eishockey-Philosophie, über die Arbeit in Krefeld und über einige seiner Spieler redete, wurde es im Presseraum mucksmäuschenstill: „Wir spielen in diesem Jahr ein aggressiveres Hockey wie im Vorjahr. Es kommt natürlich immer darauf an, welche Spieler man zur Verfügung hat. Nach zwei Wochen in der Vorbereitung habe ich deshalb noch mal meine Grundidee angepasst. Mir ist es wichtig, dass meine Spieler Hunger auf die Play-offs und darauf Spiele zu gewinnen haben. In der offensiven Zone lasse ich meinen Spielern so viele Freiheiten wie möglich. In der neutralen Zone ist dann aber schon die Struktur wichtig, damit wir den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Auch das Feedback von den Fans wie wir Hockey spielen ist mir wichtig.“. Dann schaute der Trainer auch bereits auf die neue Saison: „Die Spieler, die jetzt in Überzahl spielen, möchte ich auch in der nächsten Saison in Krefeld behalten. Ich würde sehr gerne noch einen großen und spielstarken Mittelstürmer und einen großen Verteidiger verpflichten.“ Zum Schluss sprach der Übungsleiter auch noch über einige seiner Spieler. Publikumsliebling Martin Schymainski bezeichnete er als seinen kleinen Motor, der immer lernen will. „Daniel Pietta ist ein Spieler, den ich in jeder Situation aufs Eis schicken kann, Martin Lefebvre wackelt im Augenblick etwas, die Statistik mit minus 17 ist aber nicht seine Schuld. Unser Kapitän Philip Bruggisser ist offensiv sehr stark, kann aber defensiv noch etwas zulegen. Alex Trivellato ist ein sehr intelligenter Spieler, er war eigentlich nur als Verteidiger sieben oder acht eingeplant, hat aber einen riesen Schritt nach vorne gemacht“ sagte Reid.

Text übernommen von RP