Statement der Supporters

Die Krefeld Pinguine haben sich für Sea Watch engagiert mit einer Bande im Köpa.
Das ist nicht politisch motiviert, sondern rein menschlich.

Nun gibt es Kritik dazu von einigen wenigen oder auch nur einem Sponsor der Pinguine. Das ist noch unklar.
Und zwar aus der rechtskonservativen Ecke der WerteUnion, die sich der CDU angehörig fühlt, was bei der selber sehr umstritten ist.
Sponsorenverträge sind gekündigt worden oder es wurde zumindest angekündigt.
Das ist soweit o.k., für tolerante Mitbürger auch kein Problem, denn wir haben Meinungsfreiheit in diesem Land.
Genau so muss man oder sollte man akzeptieren, dass auch viele Menschen Mitleid mit ertrinkenden Flüchtlingen haben.
Als Mitglied einer christlichen Partei ganz besonders, denn das hat mit politischen Inhalten nichts zu tun.Viele sind persönlich weder christlich, noch parteipolitisch unterwegs.

Viele haben auch eine durchaus kritische Haltung, was die Flüchtlingsproblematik angeht. Aber ertrinkende Menschen sind weder eine Lösung für das Problem, noch eine Abschreckung.
Als Bürger dieses Landes kann man aber von unseren Politikern oder Unternehmern eine weniger spontane und emotionale Handlungsweise erwarten.
Vielleicht sollte man manche Entscheidungen erst mal überschlafen.
Wir finden die Aktion der Pinguine gut, weil sie auch polarisiert und die Diskussion anregt.
Das ist anstrengend und kostet Kraft. 
Aber wir leben hier in Deutschland im Paradies.
Das haben wir uns nicht verdient, das war ein Zufall der Natur. Man sollte da etwas demütiger sein und danken, wem auch immer, dass wir uns, oder zumindest die meisten, in einer sehr guten Position befinden.
Und gerade Menschen, die in hervorragenden finanziellen Verhältnissen leben, sollten täglich darüber nachdenken und manchmal etwas weniger laut auftreten.
Wir wünschen uns, dass die Sponsoren oder der Sponsor seine Entscheidung nochmals überdenkt, auch mit dem Gedanken an die vielen Krefelder Fans, die noch den letzten Euro für ihren Verein ausgeben. Letztendlich seid ihr auch Fans und Krefelder.
Und Krefeld ist tolerant, weltoffen, schon aus Tradition.



Hockey-Talk am 9.11.2017