Am besten beim Profisport sparen?

Wahlcheck: Am besten beim Profisport sparen!

 

So lautet das aktuelle Ergebnis des Wahlchecks, den die Westdeutsche Zeitung jüngst auf ihrer Homepage durchgeführt hat.

Zum Hintergrund: Anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl führte die WZ einen „Wahlcheck“ durch und befragte die Parteien zu zehn verschiedenen Themen. Eine der Fragen: „ Die Stadt und deren Töchter müssen den König-Palast zum Wohle der Krefeld Pinguine weiterhin mit allen Mitteln unterstützen.“

Unabhängig davon, dass „mit allen Mitteln“ eine derart populistische Formulierung darstellt, die automatische Ablehnung hervorruft, hält der Vorstand der Pinguine Supporters die Fragestellung an sich für verfehlt.

Warum stellt man nicht vielmehr die Frage, ob die Stadt und deren Töchter zum Wohle der Stadt Krefeld den König Palast unterstützen und insbesondere ein Konzept zur besseren Vermarktung desselbigen entwickeln soll?

Auch erschließt es sich uns nicht, warum die offenbar überwiegende Ablehnung obiger „These“ direkt zum Headliner „Am besten beim Profisport sparen!“ taugt? Insgesamt (leider) wieder einmal kein guter Journalismus, der, leider wieder einmal, insbesondere den Krefeld Pinguinen als dem führenden Profilsport-Verein Krefelds Schaden zufügt.

 

Unabhängig davon darf die Frage diskutiert werden, ob es für die Stadt Krefeld überhaupt zielführend sein kann, am „Profisport zu sparen“. Was ist mit Dingen wie „Image der Stadt Krefeld“ oder „überregionale Wahrnehmung der Stadt Krefeld“? Oder, noch sentimentaler „Eissport-Tradition“? Ok, alles nur „weiche Faktoren“, vielleicht sollten in Zeiten leerer Haushaltskassen doch lieber „harte Fakten“ zählen:

 

·         Was ist mit der Umsatzsteuer, die die Krefeld Pinguine jedes Jahr zahlen?

 

·         Was ist mit der Lohnsteuer, die die Mitarbeiter des Kleinbetriebs Krefeld Pinguine jedes Jahr in Krefeld zahlen?

 

·         Was ist mit der Miete, welche die SWH GmbH jährlich von den Pinguinen erhält? Was ist mit den Einnahmen aus Business-Seats- und Logen-Vermarktung, welche die SWH GmbH jedes Jahr durch die Spiele der Pinguine generiert? Was ist mit der Beteiligung an den Catering-Erlösen? Was ist mit den Einnahmen aus der Namensrecht-Vermarktung, welche ohne Profisport wohl auch eher schwierig sein dürfte?

 

Der Vorstand der Pinguine Supporters hofft, dass auch zukünftig alle Beteiligten konstruktiv darauf hinwirken, dass nicht nur der Eishockey-Standort Krefeld, sondern auch der DEL-Standort Krefeld erhalten werden kann. Nicht nur zum Wohle der eishockeyinteressierten Bürgerinnen und Bürger, sondern auch zum Wohle des König Palastes und der Stadt Krefeld!

 

Hockey-Talk am 9.11.2017